Was wir vorgefunden haben
Ein Legacy-Setup mit landesspezifischer Komplexität.
Der Store lief seit Jahren auf Magento 1 und war voll von Legacy-Code, schnellen Fixes und fragilen Modulen. Jedes Land hatte eine eigene Storefront mit individuellen Preisen, anderer VAT-Logik und regionsspezifischen Promotions. Es gab keinen einheitlichen Weg, alles zu verwalten. Zusätzlich hatte die Geschwindigkeit der Seite gelitten, besonders in der Hochsaison.
Migration zu Magento 2 — ohne etwas kaputtzumachen
Wir bauten die Grundlage neu auf, ohne den Betrieb zu unterbrechen.
Wir begannen mit einem gründlichen Audit des bestehenden Magento-1-Stores und identifizierten, was wiederverwendet, was refactored und was komplett neu gebaut werden sollte. Ein phasenweiser Migrationsansatz half, die Datenintegrität zu bewahren und zugleich zentrale Bereiche neu zu strukturieren. Produktdaten wurden normalisiert, Attributsets bereinigt und Kategorien neu aufgebaut. Kunden, Bestellhistorie, CMS-Seiten und Preisregeln migrierten wir mit besonderer Sorgfalt für storefront-spezifische Konfigurationen. Custom-Skripte sorgten für einen reibungslosen Datentransfer, ohne den laufenden Betrieb zu unterbrechen.
Checkout, Reimagined
Der Kaufprozess wurde für Retail- und B2B-Käufer klarer.
Wir dachten den Checkout-Flow komplett neu, damit er schneller, intuitiver und weniger frustrierend wurde — besonders für Nutzer, die zwischen Geräten wechseln oder im Auftrag anderer bestellen. Statt der Magento-Standarderfahrung führten wir eine klare Drei-Schritt-Journey ein: zuerst Login, Registrierung oder Gast-Checkout; danach Versanddetails und Liefermethode; zuletzt die Zahlung. Jeder Schritt wurde verschlankt, Smart Validations reduzierten Eingabefehler, und geschätzte Lieferzeiten wurden anhand von Lagerbestand und Kundenstandort angezeigt. Für eingeloggte Nutzer bleiben gespeicherte Warenkörbe erhalten und können wiederverwendet werden — wichtig für B2B-Käufer, die vor dem Abschluss oft Freigaben brauchen. Insgesamt reduzierte der neue Checkout Abbrüche und machte den Weg zum Kauf deutlich menschlicher.
Smarter Shipping & Taxes
Regional rules became predictable instead of manual.
Versand- und Steuerregeln waren wegen der Mehrländer-Struktur eine große Herausforderung. Wir entwickelten eine flexible Rule Engine, die dynamische Versandraten nach Region, Produkttyp und Menge anwendet. Wenn ein Produkt bestimmte Größen oder Gewichte überschreitet oder eingeschränkte Materialien wie Batterien enthält, passen sich die Versandoptionen entsprechend an. Für Steuern setzten wir unterschiedliche VAT-Konfigurationen pro Storefront um, inklusive Logik für B2B-Status und Kundenstandort. Auch regionale Incentives wie Umweltsteuer-Gutschriften und loyality-basierte Versandvorteile wurden berücksichtigt.
Long-Term Support = Long-Term Growth
Skalierung ging nach dem Launch weiter — nicht nur während des Rebuilds.
Seit dem Launch unterstützen wir den Kunden kontinuierlich und verbessern die Plattform weiter. Dazu gehören Magento-Upgrades auf stabile Versionen, wöchentliche Performance-Audits, Debugging von ERP-Sync-Problemen mit Comarch, Caching-Verbesserungen mit Varnish und Redis sowie neue Storefronts für Expansion.
Zusätzlich bauten wir ein Master-Account-System für das Sales Team, mit dem Manager Warenkörbe bearbeiten, Preise anpassen oder individuelle Produktkonfigurationen für Offline-Kunden hochladen können.
Performance-Gewinne, die zählen
Speed improvements held up under real cart volume.
Wir optimierten alles — von Bildgrößen und Lazy Loading bis zu Backend-Queries und Full-Page-Cache. Die Checkout-Geschwindigkeit verbesserte sich um über 60 %, und der Store lädt nun auch bei hohen Warenkorbvolumen zuverlässig.